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01.10.04

Marktführer Cadolto stellt den „OP der Zukunft“ aus

 

Messevorschau Medica 2004

Gewichtige Präsentation, innovativer Gehalt

Es dürfte sich um die größte und schwerste modulare Installation auf der diesjährigen Medica handeln: In Halle 15, Messestand C 14, wird das in Cadolzburg bei Nürnberg ansässige Unternehmen Cadolto einen kompletten Operationssaal ausstellen. Satte 50 Tonnen bringt das ca. 14,5 x 5,5 m große OP-Raummodul auf die Waage, das ein Tieflader an seinen Bestimmungsort transportieren muss, bevor alle anderen Standarbeiten in der Halle beginnen können. Allerdings geht es dem europäischen Marktführer für Fertig- und Systemgebäude nicht vorrangig um kolossale Effekte, sondern vielmehr umgekehrt um die „inneren Werte“ seiner Präsentation. Hermann Bauer, stellvertretender Geschäftsführer von Cadolto: „Wer unser Ausstellungsmodul betritt, dem präsentiert sich nicht weniger als der europäische OP der Zukunft. Denn erstmals sind hier die Vorgaben der SWKI 99-3 lückenlos in modularer Fertigbauweise umgesetzt worden.“ Diese neue Schweizer Richtlinie, erläutert Bauer, stellt den aktuellsten Stand bei der exakten technischen und hygienischen Qualifizierung von Operationsräumen dar, weswegen sie weithin als Leitschnur der anstehenden deutschen und europäischen Normierung des OP-Baus gilt.


„Frischer Wind“ für den OP-Bereich

Im Mittelpunkt der von der SWKI 99-3 geforderten Verbesserungsmaßnahmen steht die Raumluftführung. Innerhalb des Cadolto-Ausstellungsmoduls fällt folglich auch sofort das großflächige Zuluftsystem auf. Der Schutzbereich mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung (TAV) ist angesichts eines TAV-Auslasses von 3,2 x 3,2 m deutlich ausgeweitet, was übrigens auch eine Vergrößerung des gesamten OP-Raumes zur Folge hat. Eine geringe Einblas-Temperaturdifferenz sorgt dafür, dass die Einschnürung des Luftstrahls in vernachlässigbaren Größenordnungen bleibt. Dicht an den aktiven Abströmflächen angebrachte Schürzen unterstützen die Luftführung. Den gleichen Zweck erfüllt die statische Heizung, die in die Edelstahl-Wandbekleidung des Cadolto- OPs eingelassen ist.Folge: Nicht nur der Patient, sondern auch die Instrumentenablage und das OP-Team befinden sich innerhalb eines stabilen, lufthygienisch optimierten Schutzbereiches. Während sich also die Raumluftqualität der tatsächlichen Sterilbereiche durch die Umsetzung der SWKI 99-3 deutlich verbessert, kann gleichzeitig der Klimatisierungsaufwand für die OP-Vorraumzonen mit dem Vorteil geringerer Betriebs- und Investitionskosten gesenkt werden. Denn weder klinische noch mikrobiologische Studien haben einen Hinweis darauf ergeben, dass die Luft in den OP-Funktionsnebenräumen einen Einfluss auf das postoperative Wundinfektionsrisiko hat. Eine weitere wichtige Vorgabe der SWKI 99-3, deren Umsetzung in dem Cadolto- Ausstellungs-OP demonstriert wird, betrifft den Geräuschpegel. Er darf in der OP-Feldmitte 48 dB (A)  und über dem Anästhesiearbeitsplatz 45 dB (A) nicht überschreiten.


Effizientes Bausystem


Individuelle Gebäude, deren Herstellung auf standardisierten Prozessen, Verfahren und Lösungen beruht – das ist das Rezept für die vielfach bewährte Cadolto-Qualität. Das Unternehmen verbindet alle beteiligten Gewerke eines Bauvorhabens in einem Team „inhouse“. Die Fertigung erfolgt witterungsunabhängig unter ständiger Qualitätskontrolle nahezu 100%-ig in den modernen Cadolzburger Werksgebäuden, inklusive der gesamten Gebäudetechnik, Installation, Einrichtung und Ausstattung. Dementsprechend konnte auch der “OP der Zukunft”, der auf der Medica 2004 ausgestellt wird und dessen medizintechnische Ausstattungskomponenten von ausgewiesenen Spezialunternehmen wie Dräger, McLeod Russel, KKT Kraus, Opitz & Flierl Hospitaltechnik oder Trilux stammen, in lediglich 4 Wochen produziert werden. Auf der Medica präsentiert Cadolto in diesem Jahr auch erstmals sein neues Architekturbuch. Hier werden zukunftsweisende Projekte aus dem Klinikbereich vorgestellt, die das Unternehmen mit namhaften Architekten realisiert hat.




Cadolto Fertiggebäude. Kliniken, OP-Räume, Bettenhäuser, Altenheime, Pflegeheime, Laborgebäude, Reinräume.