Bei dem kurzfristig anberaumten Termin, der am 11. Mai in Anwesenheit von MdL Günter Gabsteiger und Cadolzburgs Bürgermeister Bernd Obst stattfand, informierte sich der Minister über den Stand des mit einem Volumen von etwa 200 Millionen Euro und einer Bruttogeschossfläche von zusammen ca. 135.000 m2 weltweit bislang größten Projektes in der Modulbaubranche. Außerdem wohnte er der Unterzeichnung des vierten Abrufvertrages für das Einzelprojekt Traumatologie Krasnodar bei.
Die beauftragten Kliniken im Überblick:
4 Zentren für Kardiochirurgie in Penza, Chabarowsk, Astrachan und Krasnoyarsk
2 Zentren für Traumatologie in Krasnodar und Cheboksary
1 Zentrum für Neurologie in Tyumen.
Cadolto-Geschäftsführer Gerhard Flohr führte Michail Surabov durch das Cadolzburger Werk, wo nach bewährtem Bauprinzip alle beteiligten Gewerke witterungsunabhängig zur Produktion kompletter Raummodule zusammengeführt werden. Unter anderem konnte der Minister dort die Stahlbaufertigung des ersten Moduls für die Kardiochirurgie in Penza beobachten. In einer kurzen Ansprache betonte Surabov, dass seine Regierung stets auf der Suche nach Partnern wie Cadolto sei und diese sehr hoch einschätze.
Mit Hilfe der rationellen Cadolto-Bauart solle die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Russland rasch verbessert werden.
Um die Zielvorgaben zu erfüllen, trifft Cadolto folgende Maßnahmen:
> Expansion der Standorte Cadolzburg und Krölpa/Thüringen
> Erhöhung der Hallenproduktionsflächen beim Joint-Venture-Partner PREKONS/Ankara um mehr als 10.000 m2
> Einstellung neuer Mitarbeiter
> Vergabe umfangreicher Subunternehmerleistungen
> Präzise abgestimmter Land- und Schiffstransport der 30 bis 35 Tonnen schweren Module an ihre teilweise mehrere tausend Kilometer entfernten Bestimmungsorte in Russland (je nach Entfernung pro Klinik ca. vier bis acht Wochen Transportzeit)
Cadolto hat sich bei der intensiven weltweiten Partnerrecherche der russischen Regierung als das einzige Unternehmen herausgestellt, dem zugetraut wird, die Zeit-, Kosten- und Qualitätsvorgaben zu erfüllen. Die Rolle des Marktführers wurde somit klar bestätigt. Für die Zukunft sieht Cadolto speziell auf dem osteuropäischen bzw. russischen Klinikbausektor sehr gute Perspektiven. Ganz konkret stellte auch Michail Surabov während seines Besuches weitere Projekte für Klinikneubauten in Aussicht.
Trotz engen Terminplans nahm sich der Minister Zeit für freundliche Gesten. Als er bei einem kurzen Imbiss im Firmen-Bistro auf ein Foto des berühmten Cadolto-gefertigten Grenzkontrollpunktes Check-Point-Charly stieß, äußerte er: "Früher hat man Gebäude auf Grenzen gesetzt, um Menschen zu kontrollieren. Heute bauen wir Krankenhäuser, um Menschen zu helfen und sie gesund zu machen."