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Referenz Modulbau: Labor "MEET-Arkarden" Münster Electrochemical Energy Technology, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

ProjekttitelStandortLandProduktgruppe
Labor "MEET-Arkarden" Münster Electrochemical Energy Technology, Westfälische Wilhelms-Universität Münster Münster Deutschland Labor
Beschreibung:

Auf dem Campus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wurde innerhalb ein Forschungsgebäude und Laborgebäude, das Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) Batterieforschungszentrum, in Modulbauweise bezugsfertig errichtet. Aufgrund des kurzfristigen Bedarfs des Bauherrn, wurde die Entscheidung getroffen, das Projekt in Modulbauweise zu errichten.

Cadolto wurde mit der Generalunternehmerleistung beauftragt, das Gebäude zu planen und zu realisieren. Die Planungsleistung für das modulare Laborgebäude begann bereits ab der Entwurfsplanung, der Leistungsphase 3 (LP 3). Das Gebäude wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bergstermann + Dutczak Architekten Ingenieure GmbH geplant, welches die Leistungsphasen 2 bis 4 der Objektplanung abwickelte. Cadolto führte dabei die komplette TGA-Planung ab LP 3 mit dem eigenen Planungsteam durch. Darüber hinaus wurde die komplette weitere Ausführungsplanung ab der LP 5 und die anschließende Errichtung des Gebäudes übernommen. Im Februar 2011 konnte das Gebäude bereits bezogen werden.

Das dreigeschossige Forschungszentrum erstreckt sich über eine Bruttogrundfläche von 4.368 m² mit einer Nutzfläche von 2.500 m². In den MEET-Arkaden sind chemisch-analytische und chemisch-präparative Labore untergebracht. Neben den Laborräumen befinden sich dort auch die dazugehörigen Büros für 70 Dauerarbeitsplätze sowie Seminar- und Verwaltungsräume. Die Lüftungstechnik und ein Großteil der Regelanlagen sind in die Klimazelle auf dem Dach integriert. Das Kernstück des Forschungsgebäudes ist das Technikum, eine ca. 1.000 m² große, zweigeschossige Versuchshalle mit eigener Batterieproduktion unter Reinraumbedingungen. Der Seminarbereich mit der eingegliederten Meeting-Hall in auskragender Modulkonstruktion verleiht dem Gebäude seinen Arkadencharakter.
Ausstattung für moderne Labor- und Forschungsarbeiten.

Das Gebäude wurde nach den Standards für modernste Labor- und Forschungsarbeiten ausgestattet. Eine entscheidende Rolle bei der Batterieforschung spielen die eingesetzten Materialien und somit der sichere Umgang mit diesen. Für die bestmöglichen Analyse- und Forschungsergebnisse werden deshalb besondere Anforderungen an die Räumlichkeiten gestellt: Die Ausstattung der Laborarbeitsplätze erfolgte dabei nach den höchsten Qualitäts- und Technikstandards.
Die Arbeitsplätze wurden mit Steinzeug-Arbeitsplatten sowie Melamin-Sichtrückwänden installiert, welche für höchste chemische und mechanische Beanspruchung eingesetzt werden. Zudem werden in Spezialräumen, neben Reinraumbedingungen extreme klimatische Bedingungen wie zum Beispiel eine niedrige Raumluftfeuchte mit einem Taupunkt bei minus 50 Grad gefordert, was die Entstehung von Tauwasser erst ab dieser Temperatur bedeutet. Diese wird durch den Einbau einer umfangreichen Kälte- und Raumlufttechnik gewährleistet.
Darüber hinaus wurden in dem Modulgebäude Arbeitsplätze mit Rasterelektronenmikroskopen installiert, welche extreme Anforderungen an die Schwingungsarmut der Bodenkonstruktion und an geringstmögliche Luftbewegungen stellt.

Das Gebäude wurde im Norden des Campus errichtet. Städtebaulich bildet das Forschungsgebäude einen Abschluss des Universitätsgeländes und stellt einen neuen Fixpunkt an der weitläufigen Kreuzung dar, an welcher der Neubau errichtet wurde.
Architektonisch unterteilt sich das Gebäude in drei Abschnitte: Das Technikum, die Labore und die Büroräumlichkeiten. Bei den Seminarräumen handelt es sich um den publikumsintensivsten Bereich und dieser befindet sich im 2. Obergeschoss der auskragenden Meeting-Hall. Die Labor- und Bürobereiche erhielten eine Fassade aus vorbewitterten Zink-Kassetten, die Fassade des Technikums hingegen wurde mit Sichtbeton-Elementen verkleidet. Auch im Inneren wird die organisatorische Struktur des Gebäudes mit einem auf die verschiedenen Nutzungsbereiche abgestimmten Material- und Farbkonzept dargestellt, welches die Orientierung erleichtert.

Im Laborbau werden häufig schnelle Bauzeiten gefordert, so auch in der Realisierung der MEET-Arkaden. Die 56 Module für das Gebäude wurden mit einem größtmöglichem Vorfertigungsgrad witterungsunabhängig und parallel zu den Fundamentarbeiten in den Werkshallen produziert − inklusive Wand-, Boden- und Deckenbelägen, TGA-Installationen einschließlich der technischen Gase in Reinheitsklasse 5.0, Deckenbeleuchtung, und der nötigen Labor-Grundausstattung wie Arbeitstische, Abzüge und Sicherheitsschränke sowie Medienentnahmestellen. Im direkten Anschluss wurden die hoch installierten Module mit Schwertransportern an den Baustellenort in Münster transportiert und innerhalb von zwei Wochen auf dem konventionell gebautem Fundament errichtet.


Bei chemischen Laboren werden vor allem hinsichtlich der Chemikalienbeständigkeit der Oberflächen hohe Anforderungen gestellt. Durch den Einsatz von chemikalienresistenten Bodenbelägen, Wandbeschichtungen oder Metall-Paneele sowie abgestimmter Absaugungen und Luftwechselraten sowie ggf. spezieller Behandlung von belasteter Luft, erfüllen die chemischen Laborgebäude von Cadolto diese Anforderungen.
Die Labore werden mit einer intelligenten und effektiven Raumlufttechnik mit 8-fachem Luftwechsel errichtet. Die Böden können aus den Materialien PVC, Synthesekautschuk, Pharmaterrazzo ableitfähig verlegt werden. Zudem wird ein Hohlkehlsockel aus dem dementsprechenden Bodenbelag angebracht. Die Wände können mit einer Glasfasergewebetapete mit desinfizierbarer Latex-/Acrylbeschichtung versehen werden, optional können auch eine Trespa-Wandverkleidung oder Wandfliesen angebracht werden. Für die Deckenbeschichtung wird eine Glasfasergewebetapete mit desinfizierbarer Latex-/Arcylbeschichtung verwendet.


Gebäudeart: Labor
Produktgruppe: Labor
Baujahr: 2010
Fläche: 4368 m²

Anschrift: Schlossplatz 2, 48149 Münster
Bundesland: Nordrhein-Westfalen