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Baustelle in Echtzeit: Die Entstehung des modularen Labor "Rotationsgebäude" an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Projekt Details

Kunde:
Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW
Standort:
Bonn
Bruttogeschossfläche:
15.100 m²
Branche:
Labor
Architekt:
Bergstermann + Dutczak Architekten Ingenieure GmbH
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Die Realisierung des Laborkomplexes im Form eines Rotationsgebäudes an der Universität Bonn verdeutlicht die enorme Flexibilität der Modulbauweise: im Sommer 2020 erhielt Cadolto den Auftrag, das Projekt zu planen und zu realisieren.

In den kommenden Jahren ist an mehreren Gebäuden der Universität in Bonn die Durchführung von umfangreichen Sanierungsarbeiten geplant. Die Sanierungsmaßnahmen für die Universität umfassen dabei mehrere Nutzungszyklen. Damit der laufende Betrieb reibungslos aufrechterhalten werden kann, entsteht am Campusgelände ein Rotationsgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von rund 15.100 m². Der Modulbau dient zukünftig bei den Umbaumaßnahmen den unterschiedlichen Instituten als Ausweichgebäude und wird mit Laboren, Besprechungs-, Arbeitsräumen und Büros für mehrere hundert Universitätsangehörige errichtet.

Die Sanierung der umliegenden Gebäude wird schrittweise erfolgen und aus diesem Grund sind mehrere Nutzungszyklen mit unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Fakultäten zu berücksichtigen. Eine besondere Bedeutung haben hierbei die Laborbereiche. Diese werden in der Nutzung für die verschiedenen Disziplinen veränderbar und multifunktional konzipiert.

Damit die einzelnen Bereiche der Universität Bonn während der Umbaumaßnahmen so reibungslos wie möglich weiterarbeiten können, werden bei der Planung der Labormodule für das Rotationsgebäude die bisherigen Anforderungen sowie Gegebenheiten aus dem Bestand berücksichtigt. Die Module werden so konzipiert und produziert, sodass während der unterschiedlichen Nutzungszyklen ohne grundlegende Umbaumaßnahmen die entsprechenden Versorgungsmedien sofort bezogen werden können.

Die Versorgung des neuen Laborgebäudes wird autark errichtet. Die technische Gasversorgung erfolgt dabei über separate Gaslager. Für die Elektroinstallation wird eine Mittelspannungsanlage errichtet, welche zukünftig auch weitere Institute mit Strom versorgen soll. Die jeweiligen Sicherheitsstufen der Labore variieren während der Rotation innerhalb der Nutzungszyklen. Beispielsweise erfolgt der Umbau von einem chemischen Labor zu einem Radionuklidlabor, in welchem mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird. Die Umrüstung der geforderten Sicherheitsstufen findet dann vor Ort statt.

Die Labore werden mit modernsten Laboreinrichtungen nach neuesten technischen Standards ausgestattet und ermöglichen somit eine angenehme und qualitativ-hochwertige Arbeitsumgebung für jeden einzelnen Nutzungszyklus. Zudem werden in dem Neubau NMR-Geräte und Rasterelektrodenmikroskope im Untergeschoss untergebracht. Die Laborarbeit mit diesen Geräten hat eine hohe Anforderung an eine geringe Schwingung. Aufgrund der umliegenden Autobahn ist bei der Gebäudeplanung ein besonderes Augenmerk auf externe Schwingungen zu legen. Sowohl der in konventioneller Bauweise zu errichtende Gebäudeanteil als auch die Module werden so geplant, dass diese von der Umgebung abgekoppelt werden und die externen Schwingungen somit nicht in das Gebäudeinnere gelangen können.

Auch in der Außenwirkung wird bei der Fassadengestaltung ein hoher Wert auf ein modernes Erscheinungsbild gelegt. Das Rotationsgebäude wird mit einer attraktiven Fassade aus Metallkassetten mit einer optisch hellen Beschichtung errichtet werden. An den Fenstern der Arbeitsräume werden Lichtbänder angebracht, welche die Sonneneinstrahlung Richtung Decke reflektieren. Auf diese Weise wird eine natürliche Raumbeleuchtung geschaffen.

Renderings Rotationsgebäude Bonn: © Bergstermann + Dutczak Architekten Ingenieure GmbH

Bruttogeschossfläche m²
Module

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Markus Arnold
Leiter Medizin und Labore

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